Meine Beziehung auf dem Abstellgleis

Kennst du das Gefühl, wenn Du in einer bestimmten Sache besser werden möchtest und dich darin leidenschaftlich investierst?

Kennst du das Gefühl, wenn Du in einer bestimmten Sache besser werden möchtest und dich darin leidenschaftlich investierst? Ich zum Beispiel investiere meine Zeit gerne in Sport – Fußball, Tennis, Skifahren. Darin möchte ich besser werden, weshalb ich regelmäßig trainiere und mir Unterstützung von Menschen hole, die wissen, wie es richtig geht. Du bist vielleicht eher in anderen Dingen engagiert: vielleicht lernst du gerade eine Fremdsprache, spielst ein Instrument oder möchtest dich beruflich weiterentwickeln. Ist dir dabei schon mal aufgefallen, dass wir es in fast allen Lebensbereichen so machen – es als selbstverständlich erachten uns Mentoren, Trainer oder Lehrer zu suchen, die uns darin fördern wofür wir augenscheinlich brennen. Einzige Ausnahme: Unsere Partnerschaft.

 

Zumindest ging es mir lange Zeit so. Ich habe für viele Dinge gebrannt und mich investiert: Freunde, Freizeit, Arbeit, Sport – doch das Wichtigste stand auf dem Abstellgleis: Meine Beziehung. Mir war zwar bewusst, dass sich zwischen meiner Frau und mir ein breiter Graben gebildet hatte, und ich konnte auch recht zielgerichtet die Ursachen dafür ausmachen. Doch eine Lösung hatte ich nicht parat. Eines unserer größten Probleme war z. B. unsere Kommunikation – aus meiner Sicht die Basis für eine glückliche Partnerschaft. Doch nach über zehn Jahren Beziehung haben wir es im Laufe der Zeit schlichtweg verlernt miteinander zu reden. Die Lösung scheint für Außenstehende einfach: Einfach mehr miteinander sprechen! Doch so einfach war das dann doch nicht. Ehrlich gesagt war es mir auch schlichtweg zu anstrengend, mich damit auseinanderzusetzen – sicher aus Bequemlichkeit, vielleicht auch aus Angst, verletzt oder enttäuscht zu werden. Denn das Vertrauen in unsere Liebe war massiv gestört, Enttäuschungen und falsche Erwartungshaltungen machten sich breit. Zudem wussten wir überhaupt nich,t wo wir den Hebel ansetzen sollten. Pastor Hans-Peter erzählte mir daraufhin vom Ehekurs, der in der Christengemeinde Freiburg angeboten wird. Unsere anfängliche Skepsis war groß, doch die Angst, uns komplett zu verlieren, war größer. Also machten wir mit. Heute sind wir dankbar und verblüfft zugleich, wie sich unsere Beziehung positiv verändert hat, wie einfach es sein kann miteinander zu sprechen, wie wir bestmöglich mit Konfliktsituationen umgehen oder wie wir die Bedürfnisse des anderen richtig wahrnehmen... aber das Wichtigste: Wie Jesus zum Mittelpunkt unserer Ehe geworden ist.

 

Sicher ist es mit einem bloßen Eheseminar nicht getan und es liegt an uns kontinuierlich an unserer Beziehung zu arbeiten. Doch das theoretische Rüstzeug haben wir im Ehekurs an die Hand bekommen. Toll fanden wir dabei die praxisnahe Vermittlung, da uns die Kursleiter immer wieder an den Erfahrungen aus ihrem eigenen Leben haben teilhaben lassen. Heute nehmen wir uns bewusst Zeit füreinander, Zeit zum Reden, Zeit zum Zuhören und investieren uns für die wirklich wichtigen Dinge: Nämlich unseren Glauben und unsere Beziehung. 

Christoph V.



Datenschutzerklärung | Impressum | © Christengemeinde Freiburg e. V.