Keine Zukunft Angst mehr

Gott hält alles in seiner Hand

Als sich mein FSJ dem Ende neigte, bewarb ich mich an einigen Hochschulen in ganz Baden-Württemberg und auch Hessen für Soziale Arbeit. Immer wieder unterhielt ich mich mit Selina H. darüber, welche Studienmöglichkeiten ich hätte. Anfang August hatten wir ein interessantes Gespräch über den Studiengang der Religionspädagogik. Ich entschied mich, mich näher darüber zu informieren und sah auf der Homepage der Hochschule, dass der Anmeldeschluss für den Studiengang noch nicht abgelaufen war. Kurzerhand bewarb ich mich auch noch hierfür – drei Tage vor Anmeldeschluss. Eine Studienabsage nach der anderen flatterte ins Haus und ich wusste mit der Zeit nicht mehr, wie es weiter gehen sollte. Dann kam die Sommerfreizeit. Hier war ich ziemlich in der Organisation eingespannt und musste mich auf meine Aufgaben konzentrieren, doch ich bekam am dritten Tag der Freizeit schon die Absage für Religionspädagogik. Alles schien ziemlich aussichtslos. Ich entschied mich aber, dass mich das nicht davon abhalten sollte, alles für die Jugendfreizeit zu geben. Ich gab meine Zukunft in Gottes Hände. Irgendwie arrangierte ich mich mit der Zeit, dass ich wohl nicht anfangen würde zu studieren, und begann in der Gemeinde zu arbeiten. Auf dem Leiterwochenende Mitte September kamen mir jedoch Zweifel. Ich hatte Angst vor der Ungewissheit, was meine Zukunft anging. Da bekam ich eine Prophetie. „Ich höre die ganze Zeit ein Wort: Zukunftsangst. Ich habe das Gefühl ich soll dir sagen, dass du dir keine Sorgen machen musst. Gott hält alles in seiner Hand. Er kümmert sich darum.“ Das klang in dem Moment leichter gesagt als getan, doch ich versuchte darauf zu hören. Drei Wochen später saß ich an einem Dienstagabend in der Küche und checkte meine E-Mails – und hatte eine E-Mail von der Hochschule, bei der ich mich für Religionspädagogik beworben hatte. Bei der Einführungswoche für den Studiengang ist ein Student einfach nicht aufgetaucht, ohne abzusagen, und der frei gewordene Studienplatz wurde mir angeboten – fünf Tage vor Studienbeginn. Natürlich habe ich gleich zugesagt und mit der Gemeinde alle Formalitäten geklärt.

Wenn ich manchmal Zweifel bekomme, ob dieses Studium wirklich mein Weg ist, denke ich einfach daran zurück, wie Gott mir das Studium ermöglicht hat. Ich vertraue darauf, dass das der Weg ist, den er für mich vorbereitet hat.

Simone Wenzel





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