Begegnunswochenende Februar 2016

Wie Jesus unsere Herzen weichklopft...

Freude erfüllte unseren Begegnungsraum in Bernau, als unser Pastor Hans-Peter uns mit den Worten begrüßte: "Ihr werdet am Sonntag als neue Menschen heimfahren- Jesus wird an diesem Wochenende Euer Herz bearbeiten und weichklopfen. Alles was Euer Herz belastet, lassen wir hier auf dem Berg zurück - ob der dadurch noch etwas höher wird ist auch egal - aber Ihr seid befreit davon." Da bin ich aber mal gespannt, wie das ablaufen soll -dachte ich - direkte Erwartungen hatte ich keine - ich wusste nur, dass ich hier sein sollte. Naja, und so viel größer wird der Berg jetzt durch meine Lasten auch nicht - dachte ich - aber es steckte doch mehr Verborgenes in meinem Herzen als zuerst erwartet. Auf gut Schwäbisch und natürlich Badisch würde ich sagen - ich hatte doch mehr Dreck am Stecken als ursprünglich gedacht.

Doch Gott lies es nicht nur dabei mir meine tiefsten Verfehlungen und Sünden in meinem Keller zu zeigen, sondern er stand schon komplett ausgerüstet mit Besen und Schrubber in meinem Herzen - voller Tatendrang da mal richtig aufzuräumen und auch den dunklen und unaufgeräumten Keller und Dachboden sauber und rein zu machen. Der ganze Plunder der letzten Jahre, an den ich teilweise schon gar nicht mehr gedacht hatte - Gott hingegen schon - sollte erst ans Licht gebracht und dann in hohem Bogen rausgeworfen werden. Er machte das wirklich gut! Klar, bei Gott ist ja schließlich nichts unmöglich.

Erstmal machte er uns nochmals bewusst, was er uns für ein großes Geschenk gemacht hat - die grenzenlose Liebe und der Wunsch uns vor dem sicheren Tod zu bewahren hat Gott dazu veranlasst, seinen einzigen Sohn für uns und unsere Schuld zu opfern. Danke Jesus für dein kostbares Blut und dass wir neu geboren sind durch dich!

Dann kam er jedem Einzelnen von uns sehr nahe - er zeigte jedem seine verborgenen Sünden, Verfehlungen und verborgenen Bindungen, die im Keller der Herzen wohnten und sie schwer machten. Egal ob es Härte ist, die man im Herzen fühlt oder man sich auf der Flucht vor etwas befindet oder doch etwas ganz anderes. Gott hat sie ausgegraben, uns vor Augen geführt und uns dadurch die Chance eingeräumt sie endgültig an das Kreuz zu nageln und für immer davon befreit zu sein. Egal welche Geschichte und Vergangenheit ein jeder in seinem Herz getragen hat, oder mit was man sich die letzten Wochen und Monate auseinandergesetzt hat- Gott hatte für uns alle die richtige Antwort dabei und ist jedem auf seine ganz besondere Art begegnet.

Nachdem die ganzen Lasten ans Kreuz gebracht wurden, konnten wir es kaum erwarten, sie endgültig durch das Feuer zu vernichten. Natürlich musste dieser Triumph gefeiert werden. Wir dankten Gott - lobten ihn und genossen die herrliche Atmosphäre der Gruppe.

Frisch und munter und gut gestärkt nach dem Frühstück erwarteten wir sehnsüchtig den Heiligen Geist. In unseren Herzen war Platz. All die alten Lasten waren aus unserem Herzen verbannt und unsere Herzen warteten nur darauf mit Gott und seinem Heiligen Geist gefüllt zu werden. Schließlich hatte er jetzt unglaublich viel Platz, sich in den Herzen auszutoben und sich ganz nach seinem Geschmack häuslich einzurichten. Und das hat er auch sofort und mit voller Wucht in Anspruch genommen - einer Wucht die einen sprichwörtlich umgehauen hat. Er war da - seine Freude und Liebe war in jedem Gesicht deutlich zu sehen! Es war grandios - Gott war da - wegen uns und wir waren live dabei und mittendrin!

Wow - was für ein starkes und gesegnetes Wochenende.

Danke Gott, dass Du es möglich gemacht hast. Ein großes Dankeschön an Gabi und Hans-Peter und alle Helfer, die uns so toll unterstützt und geleitet haben. Danke Gott, dass du durch sie alle gewirkt und uns Schritt für Schritt zum Ziel begleitet hast. Danke Jesus, dass du einem jeden begegnet bist, unsere Gemeinschaft gesegnet und vor allem unsere Herzen wirklich weichgeklopft hast.

Lange habe ich gebetet, dass Gott mein Herz für ihn weichmacht und viel Platz für ihn frei wird. Meine Gebete wurde erhöht - mein Herz hat die Ketten, die es so lange gefesselt hatte besiegt und in Bernau zurückgelassen. Und obwohl ich nicht immer so begeistert vom Putzen bin und es gerne wenn möglich aufschiebe, so bin ich doch froh, dass Gott am Wochenende da war, angeklopft und mich motiviert hat einen großen und ausgiebigen Frühjahrsputz mit ihm durchzuführen. Das Gefühl nach dem Putzen, wenn man sieht, was man geschafft hat und wie toll und frisch alles ist, bestätigt einen darin, die Putzaktion nicht weiter hinauszuschieben, sondern gleich den Staubsauger in die Hand zu nehmen. Das Gefühl ist so gut, dass mir da glatt die Worte fehlen um das treffend zu beschreiben.

Aber eins ist ganz klar in Worte zu fassen - zu zweit putzt es sich halt einfach am Besten!

Saskia Veeser




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